Ocker, Umbra, Siena - Gold der Oberpfalz

Mit dem Bau der Ostbahn wurden 1859 im Raum Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg große Ockervorkommen entdeckt. Goldgräberstimmung kam auf. Bei Maxhütte, Luitpoldhütte, Gesellschaft Wittelsbach, der Deutsch-Luxemburgischen, Farbenfabriken und Privatpersonen brach "Mutungsfieber" aus. Über die Hälfte unseres (heutigen) Landkreises war mit Abbaurechten auf Erz und Farberden belegt. In Farbmühlen, so auch der "Amberger Dreck" im Drahthammer, wurden diese weiterverarbeitet und bis nach Amerika und Asien exportiert. Ziegelsteine, Fußböden, Linoleum, Hauswände, Altäre, Medikamente wurden damit eingefärbt. Mit Erfindung der synthetischen Farben in den 1920er Jahren kam das langsame Aus für unsere Farberde. Importiert aus Italien und Ägypten bevorzugen diese der Farbbeständigkeit und Leuchtkraft wegen noch heute vor allem Kunstmaler.

Referent:

Dieter Dörner

Datum Di 12.03.2019, 19:30 Uhr
Ort Historischer Verein für Oberpfalz, KEB, Dreifaltigkeitsstr. 3, Amberg
Veranstalter HV