"Projekt Weltethos"

Was ist Weltethos?

Damit ein gutes und konstruktives Zusammenleben möglich ist, benötigen alle menschlichen Gemeinschaften eine Basis an Grundwerten, die sie teilen. Das gilt für die Familie, die Schule oder das Wirtschaftsunternehmen genauso wie für die Gesellschaft im Allgemeinen. Heute, in Zeiten des Internets, einer global agierenden Politik und Wirtschaft und zunehmend multikultureller Gesellschaften, braucht es einen Grundkonsens über Werte und Normen, der unabhängig von Kultur, Religion oder Nationalität gilt.

„Die Goldene Regel“

Die Idee eines Weltethos geht zurück auf den Theologen Hans Küng. Bei seinen empirischen Forschungen rund um den Globus stellte er fest, dass allen Weltreligionen und philosophisch-humanistischen Ansätzen bereits grundlegende Werte- und Moralvorstellungen gemeinsam sind. Die Goldene Regel beispielsweise, nach der man sich seinen Mitmenschen gegenüber so verhalten soll, wie man selbst behandelt werden möchte, findet sich in allen Traditionen wieder. Ebenso die Forderung, dass alle Menschen menschlich behandelt werden müssen und Werte wie Gewaltlosigkeit, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit sowie Partnerschaft von Mann und Frau. Für unsere globale Gesellschaft muss ein solcher gemeinsamer Wertekanon also nicht erst entwickelt werden, denn er existiert bereits. 


Die Wanderausstellung Weltethos mit 15 Tafeln

Deshalb hat die 1995 von Hans Küng gegründete Stiftung Weltethos eine Ausstellung konzipiert und realisiert. Sie möchte einladen, die faszinierende Welt der Religionen besser kennen zu lernen und die Bedeutung ihrer ethischen Botschaften in ihrer Relevanz gerade für unsere heutige Gesellschaft besser zu verstehen. Thematische Klammer und Schwerpunkt der Ausstellung ist die „Weltethos-Idee“: die Frage nach gemeinsamen ethischen Werten, Normen und Maßstäben der Religionen und philosophischen Traditionen sowie ihrer Bedeutung für die heutige Zeit.

Aktuell im Kloster Ensdorf

Die Eine Nachbildung der Wanderausstellung auf 15 Plakaten befindet sich momentan im Kreuzgang des Klosters Ensdorf und ist dort zu besichtigen.

Auf Nachfrage bei P. Alfred Lindner SDB können auch Führungen für Pfarreien/Gruppen vereinbart werden.

Kontakt P. Alfred Lindner SDB:

Tel. 09624/920032 (bitte AB!)

email: lindner_donbosco(at)web.de