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1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland

Das Zelig - Ein Dokumentarfilm von Tanja Cummings

in Regensburg im Andreasstadel

Filmgespräch

Im Café Zelig treffen sich jede Woche letzte, aus allen Teilen Europas stammende und meist hochbetagte Holocaust-Überlebende aus dem Münchner Raum, aber auch deren Kinder zum gemeinsamen Miteinander. Viele tragen eine traurige, dramatische, oft traumatische Familiengeschichte in sich. Doch das Café Zelig ist kein bedrückender Ort, er ist lebendig und nicht selten von Fröhlichkeit geprägt. Das Wort 'Zelig' geht auf das jiddische Wort für 'gesegnet' zurück, spielt aber auch auf Gefühle von Heimat, Zugehörigkeit und Leichtigkeit an. Im Café Zelig wird viel gelacht, gefeiert, politisch gestritten und auch getrauert. Der Film nähert sich seinen Protagonisten auf sensible Weise und lässt erahnen, wie schwer es für die Überlebenden war, wieder ins Leben zu finden - in Deutschland, im Land der Täter, in dem sie dennoch Wurzeln schlugen. Wir begegnen ihnen in ihrem privaten Umfeld und begleiten einige auf eine Reise in die Vergangenheit, an ihre Geburtsorte in Polen. Es ist eine Reise voll schmerzhafter, von Verlust und Gewalt gezeichneter Erinnerungen. Trotzdem ist 'Das Zelig' kein "schwerer" Film, dafür sorgen die Porträtierten mit ihrer Lebenskraft, ihrem Humor und ihrer Schlagfertigkeit.

D, 2020, 96 min
Sprachen: Deutsch, Polnisch, Hebräisch, Jiddisch
Mit deutschen Untertiteln
FSK 12 Jahre
www.daszelig-film.de
Eine Produktion der Weltfilm GmbH und
Co-Produktion des EVA-Vereins

anschließend Gesprächsrunde
mit der Regisseurin & Protagonisten

Zur Veranstaltung wird auch Frau Rosendahl mit ihrem Mann anwesend sein. Sie wurde als Baby in einem Kloster in Sosnowiec (Polen) versteckt und hat dadurch überlebt. Aufgewachsen ist sie nach dem Krieg in Regensburg, wo sich überlebende polnische Juden und Jüdinnen nach dem Krieg sammelten. Auch ihr Sohn Benjamin spielt im Film eine wichtige Rolle. Er lebt heute in Israel.

Referentin:

Tanja Cummings, Storyboard Artist, Produzentin, Regisseurin

Datum So 10.07.2022, 18:00 - 20:00 Uhr
Ort Kinos im Andreasstadel, Andreasstraße 28, 93059 Regensburg
Gebühr 8 €
Veranstalter Historischer Verein für Oberpfalz und Regensburg, Gesellschaft für christlich jüdische Zusammenarbeit Regensburg, VHS Regensburg Land, Deutsch-israelische-Gesellschaft Regensburg-Oberpfalz, KEB in der Stadt Regensburg e. V. und weitere ...

Trailer des Films:

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